Chronik – Michael Greslehner – erster Kapellmeister

Von der Blasmusik fasziniert

Michael Greslehner – 1855 geboren – stammte vom Fehringergute und heiratete sich 1890 in zweiter Ehe in Lasberg Nr. 5 ein. Er widmete sich in seiner Freizeit der Blasmusik. Bald scharten sich begabte und interessierte Musiker um ihn, um sich auf verschiedenen Instrumenten anlernen zu lassen. Das Zusammenspiel war nur mehr die logische Folge dieser Freizeitbeschäftigung. Seine Musikergruppe erfreute sich bald großer Beliebtheit und spielte bei Hochzeiten auf, verschönerte kirchliche und öffentlich Feste und Feiern. 1902 musizierte die Musikkapelle bei einem Gartenfest bereits mit vierzehn Musikern.
Ein weiterer großer Auftritt war für sie 1910 der Festakt “400 Jahre Markterhebung”. Acht Musikkapellen aus der Umgebung wirkten dabei mit.

Immer mehr Musikfreunde wollten in die Kapelle aufgenommen werden, sodass diese bald auf 35 Mann angewachsen war.

Die Musikkapelle im Jahre 1910 (von links nach rechts): Hans Reidinger, Franz Wurm, Hans Höllwirth, Hans Macho, Kapellmeister Michael Greslehner, Johann Wittinghofer, Karl Himmelbauer, Ludwig Waldmann, Walter Föls, Johann Röblreiter, Franz Auer, Karl Reidinger, Franz Wittinghofer, Josef Bräuer, Leopold Koplinger, Leopold Winkler, Josef Traxler

Die Musikkapelle im Jahre 1910 (von links nach rechts):
Hans Reidinger, Franz Wurm, Hans Höllwirth, Hans Macho,
Kapellmeister Michael Greslehner, Johann Wittinghofer, Karl Himmelbauer, Ludwig Waldmann, Walter Föls, Johann Röblreiter, Franz Auer, Karl Reidinger, Franz Wittinghofer, Josef Bräuer, Leopold Koplinger, Leopold Winkler, Josef Traxler

Während des 1. Weltkrieges (1914-1918) ruhte mehr oder weniger die Musikertätigkeit, weil die meisten Aktiven zum Kriegsdienst eingezogen wurden.
Doch gleich nach dem Kriegsende baute Michael Greslehner die Musikkapelle neu auf. Bald gab es größere Anlässe festlich mit zu gestalten, wie 1919 das große Heimkehrertreffen, 1921 die Segnung des Kriegerdenkmales und die Glockenweihe 1923. Michael Greslehners letzter größerer Auftritt war das 50-jährige Bestandsjubiläum der Freiwilligen Feuerwehr im Jahre 1925.
1926 übergab der 71-jährige den Taktstock an seinen Sohn Karl, der bislang schon das Bassflügelhorn in der Kapelle spielt.
Die Gemeinde anerkannte die großen Verdienste und am 3. Oktober 1931 verstarb er im 77. Lebensjahr.